Doppelkonzert: Jenobi // She danced Slowly (Indie Pop / GER)

---

Freitag, 25. Juni 2021 - 19:00 Uhr


Pusdorf Studios CLUB

Einlass 18 Uhr

Beginn 19 Uhr

Diese Veranstaltung ist für max. 100 Personen zugelassen. Eintritt nur mit einem tagesaktuellen, negativem Testnachweis (Ausnahmen sind: Personen mit vollständigem Impfschutz oder nachweislich Genesene). Die Umsetzung erfolgt auf Grundlage der aktuellen Coronaverordnung der Stadt Bremen.


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Grand Hotel van Cleef präsentieren:

Jenobi

Zunächst die Fakten: Vor zehn Jahren nahm die junge schwedische Bassistin Jenny Apelmo einen Nachtzug von Göteborg nach Berlin. Sie wollte vielleicht zehn Monate in Deutschland bleiben, doch dann kam ihr die Hamburger Band Torpus & The Art Directors dazwischen, für die sie die folgenden zehn Jahre den (Kontra-)Bass bedienen sollte. Daneben hat Jenny stets auch eigene Musik gemacht; zunächst vollkommen solo unter dem Namen Felicia Försvann, hier erschien 2016 die wunderhübsche, sehr intensiv in ihrem Homestudio aufgenommene EP „Pretty confused, walking home with no shoes".

Jenny Apelmo schrieb auch weiterhin Songs, sie entwickelten sich immer stärker in eine andere Richtung: wütender und bockiger, selbstsicherer und – angelehnt an die vielen spannenden Vorlagen der Indierock-Künstler*innen aus Skandinavien – introspektiver. Mit diesen Songs wurde Apelmo erwachsener und reifer; sie entdeckte andere Frauen des Singer-/Songwriter-Genres für sich – allen voran Lykke Li und Feist –, sie griff immer ha?ufiger zur E- statt zur akustischen Gitarre, und sie fand immer mehr Mut, Songs zu formulieren, die tief aus ihrer Wut über das Unverstandene sprechen. Bei alldem empfand sie, dass die Zeit für Felicia Försvann abgelaufen war – „es hat sowieso immer zu Verwirrung geführt, weil die Leute dachten, ich heiße so", lacht sie. Und so hob sie Jenobi aus der Taufe: Auch dies zunächst ein reines Soloprojekt, zu dem aber schon bald der Torpus-Drummer Felix Roll und die Live-Gitarristin Dorothee Mo?ller hinzustießen. „Ich bin ja Feministin", sagt sie, „und es war daher immer mein Wunsch, dass ich als Frau Musik und Kunst schaffen kann, ohne andere um Hilfe bitten zu müssen. Doch als Felix dazu kam, war das ein völlig organischer Prozess, wir kennen uns bereits so gut durch all die gemeinsamen Jahre bei Torpus, dass es sich einfach richtig anfühlte."

Rund drei Jahre arbeitete Jenny an dieser Musik, für die letzten sechs Monate kam Felix zu den Songs, die sich nun auf Jenobis Debüt-Album „Patterns" finden. Manche Songs gingen schnell, andere durchliefen viele verschiedene Inkarnationen und wurden immer wieder neu angedacht. Sie alle verbindet eine in Jennys Musik neue Dunkelheit, sowie die Kunst, jedem einzelnen Klang einen Wert zu verleihen und an die perfekt passende Stelle zu setzen. Als Co-Produzent wirkte wiederum So?nke Torpus mit, in dessen neu errichtetem Studio „the bubble" dieses Album entstand.

Vertrauen, Einflüsse: All das findet sich auch in den Texten der Platte wieder, die nicht umsonst den Titel „Patterns" trägt. Denn, so Jenny: „In jedem von uns gibt es gewisse Patterns, also Muster, die bestimmend sind für das weitere Leben: Weil sich deine Eltern so und so verhalten haben, weil deine Kindheit dich in bestimmter Weise geprägt hat, hast du für dich gelernt, immer wieder ähnlich auf vergleichbare Situationen zu reagieren." Diesen Mustern geht Jenny Apelmo auf dieser Platte auf den Grund, durchaus in sehr persönlicher Form. Eine Form, die sich indes dank der prägnanten Texte wiederum übertragen lässt auf jede*n von uns.

Mit der Keyboarderin Lorena Clasen ist Jenobi live mittlerweile zu einem Quartett angewachsen; ein Quartett, das es auch braucht, um die vielschichtigen und doch jederzeit sehr gekonnt reduzierten Arrangements auch im Konzert optimal widerzugeben. Doch vor den Konzerten steht – schon aufgrund der aktuellen Pandemie-Problematik – erst einmal dieses wunderbare, beru?hrende Album, das es uns erlaubt, Jenny Apelmo und ihren Gedanken zu den Mustern und Prägungen des Lebens sehr nahe zu kommen - es sollte sich nur ausreichend Zeit genommen werden. Weshalb Jenny für einen Erstkontakt mit „Patterns" beispielsweise ein gutes Glas Rotwein im „Eldorado" empfiehlt, der Lieblingsbar vieler Hamburger Musiker*innen (und zugleich auch der Entstehungsort vieler ihrer Texte). Dann werden diese Songs schon von ganz alleine zu sprechen anfangen – da ist sie sich sicher. Und sie dürfte Recht behalten.


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

She dances Slowly 

DIY vom Schlafzimmer-Studio bis zur Show, kleidet sich Kopf der Band "Oskar Brozek" mit seiner Live Band Alex Petratos & Jakob Kaszmarek, bereits mit über 170 Shows überall und irgendwo, mit Künstler wie Blond, Rat Boy, Martha, Rob Lynch etc. in sein Hemd.
Mixturen von Punk bis Indie, schmelzen das Eis nach über vier Jahren Stimmbändersport nun zum Lo-Fi Salat.
CHNSMKNG präsentiert die künstlerische Vielseitigkeit des Solo-Projektes und gibt nichts mehr, auf musikalische Eingränzungen oder Genres.
Zeit sich endlich zu präsentieren.

reinhören: https://www.youtube.com/watch?v=qBLr_8lfH9Q